So ich dir

Thriller

BoD, November 2015
Paperback, 13,5 x 21,5 cm, 280 Seiten

9,90 Euro (D)

ISBN 9783739201740

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als E-Book

2,99 Euro

ISBN 9783739262956

 

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Er erinnerte sich an den Moment, da ihm aufgefallen war, dass Jäger ganz offiziell nach Weißrußland einreisen durften; auch in diese Gegend, die der Wisentjäger Lukaschenko jeden Herbst besuchte. Und das samt vertrautem Gewehr und mit eigener Munition. Diese Erkenntnis hatte ihn elektrisiert; nach und nach hatte er in seinem Kopf lose Enden dazu verknüpft, bis schließlich sein Plan vollständig gewesen war. Er hatte ihn umgesetzt. Sich in einen Jäger verwandelt. Kein Gesetz gebrochen. Alles in seinem Kopf gelassen, keine Spuren hinterlassen. Niemand ahnte, dass es ihn gab und was er vorhatte.

Schön, dass alte Männer als harmlos galten. Wie hatte der Historiker Alexander Demandt in seinem Buch „Das Attentat in der Geschichte“ geschrieben? „Alte Männer begegnen uns unter den Attentätern nicht; Verwegenheit legt sich mit den Jahren.“

Dieser Theoretiker. Idealismus war keine Frage der Jahre, und die Verwegenheit wurde oft nur leiser. Einer wie er mußte nicht mal sein Leben aufs Spiel setzen, weil es sozusagen keines mehr in ihm gab.

(Aus „So ich dir“)

 

 

 

Über das Buch

Dem alten Mann bleiben sein einäugiger Hund und ein Vierteljahr zu leben. Soll er nun den sinnlosen Kampf gegen seinen Krebs aufnehmen? Jammern? Golf spielen? Er beschließt, seine Zeit für etwas wirklich Sinnvolles zu nutzen: den Mann zu töten, der seine Tochter auf dem Gewissen hat. Dass es sich dabei um den weißrussischen Diktator Aleksander Lukaschenko handelt, macht die Sache nicht einfacher. Doch der alte Mann hat Geld, Zeit, nichts zu verlieren – und einen Plan, der tatsächlich gelingen könnte. Es beginnt eine Reise in den Schmerz und den Haß, in seine eigene Vergangenheit und die über alle Maßen grausame Geschichte, die seit 100 Jahren Deutschland und Weißrußland verbindet. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem vermeintlich aussichtslosen Kampf um Gerechtigkeit ausgerechnet die Jagd – genau die Leidenschaft, die schon so viel Unheil über den Mann und seine Familie gebracht hat, ist nun der einzige Weg zu seiner Erlösung.

 

Der Thriller „So ich dir“ erzählt leise und berührend von einer zunächst geradezu lächerlich asymetrisch erscheinenden Rache. Die asymetrisch bleibt; nicht jedoch lächerlich.

 

Der eine sprachliche Grundsatz des Autors: Je krasser die Geschichte, desto schnörkelloser die Form.

 

Der andere: Alles ist zumindest auch lustig, wenn man genau hinschaut; und das gilt bis zuletzt.

 

Sämtliche Fakten und der historische Hintergrund sind minutiös recherchiert und stimmen bis ins Detail. So hat etwa den Teil über die deutsche Besetzung Weißrußlands 1941 bis 1944 der Historiker Prof. Christian Gerlach von der Universität Bern geprüft, der maßgebliche Experte für dieses Thema.

 

Was bedeutet: Die Geschichte des Attentats in „So ich dir“ könnte genau so passieren, wie das Buch sie schildert. Das mag lapidar klingen, ist es aber nicht.

 

„So ich dir“ ist das erste erzählerische Buch des Autors und ziemlich sicher auch sein letztes, da nun im Grunde alles gesagt ist.

 

 


 

 

Stimmen zum Buch

 

„Stuttgarter Zeitung“: „Gradlinig treibt der Autor die Thrillerhandlung voran, mühelos hält er die Spannung bis zur letzten Zeile. Fulminant!“

 

krimilese.wordpress.com: „Ein Thriller, dessen interessanter und spannender Inhalt sich zunächst langsam, dann aber mit der Geschwindigkeit einer Kugel entwickelt.“

 

F. Friedrichsen, kriminetz.de: Fabelhaftes Buch, was ich an drei Sachen festmache: Erstens: Spannung. Ich habe mich allabendlich heftig aufs Weiterlesen gespitzt. Zweitens: hochinteressante medizinische, jagdliche/waffentechnische und schließlich auch historische Backgrounds. Sehr schlüssig und gewandt mit der Handlung verwoben. Und drittens: Dafür, dass die Geschichte in ihren Hauptzutaten Humor kaum erwarten lässt, ist viel davon drin. Grimmiger Humor zumeist – was will man mehr? Just brillant!“